Mit meiner Stimme war ich schon recht lange unglücklich. Ich empfand sie als unrein und zudem musste ich sehr oft räuspern. Ob ich was sagen wollte oder nicht – bei mir steckte meistens die Kröte im Hals.
Auf Tanja wurde ich über die Medien aufmerksam. Als ich sie an einem Auftritt sah und hörte, wurde mir klar, zusammen mit ihr würde ich gerne an meiner Stimme arbeiten. Im Juli 2016 nahm es mit Einzelstunden seinen Anfang. Im Liegen, im Sitzen und im Stehen lernte ich meinen Atem wahrzunehmen, wie richtig ausatmen, und mit gezielten Übungen das Räuspern zu ersetzen. Ich lernte das langsame und sehr betonte Sprechen mit spezifischen Sätzen sowie Tipps zur Beruhigung bei Aufregung, Angst oder Stress.
So kam Freude auf, dank richtigem atmen meine Stimme und Sprache neu zu entdecken.
Bald folgte ein wertvolles und spannendes Jahr mit dem Arbeiten in einer Gruppe. Wir trafen uns einmal pro Woche und übten, unsere Stimme mit dem Körper und dem Atem zusammenzubringen. Es war lehrreich und lustig zugleich. In der Gruppe gab es ein Zusammengehörigkeitsgefühl, so dass wir in der Weihnachtszeit sogar vor Publikum auftraten – einzeln und in der Gruppe. Das war eine wunderbare Erfahrung.